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Landkreis Landshut - Ein Teil der Hallertau

von Elmar Stöttner

Hallertau – das ist dort, wo auf sanften Hügeln Hopfengärten blühen: Wie zutreffend diese Landschaftsbeschreibung ist, macht ein Blick auf alte Karten des Ostteils der Hallertau deutlich, der heute zum Gebiet des Landkreises Landshut gehört. Bis weit in die heutigen Gemeinden Altdorf und Ergolding hinein, auf Hügeln, von denen man schon hinausblicken kann ins Isartal,  also fast bis vor die Tore der Herzogsstadt Landshut – soweit wurde Hopfen angebaut.
Es waren das Nützlichkeitsdenken, Fragen der Rentabilität und die modernen Erntemaschinen als ihr sichtbarer Ausdruck, die in unserem Raum zum Rückgang des Hopfenanbaus führten: Man pflückte mit der Hand und als nicht mehr genügend Hände und Zeit da waren, verschwand so mancher Hopfengarten: Aber mancherorts ließ man lange noch paar Stangen stehen in einem Winkel hinterm Hof.

Mit Pfeffenhausen und Rottenburg gehören zwei der traditionellen Siegelbezirke und ein Stück des Kernlands der Hallertau dem Landkreis Landshut an. Auf dem Gebiet der Marktgemeinde Pfeffenhausen und der Stadt Rottenburg, aber auch in den Gemeinden Hohenthann, Obersüßbach, Bruckberg, Furth und Weihmichl blühen sie noch, die charakteristischen Hopfengärten. Im Sommer schimmern sie in allen Grüntönen im Licht der Sonne. Hier im nordwestlichen Drittel des Landkreises Landshut finden sich die leichten Hanglagen und die nährstoffreichen, tiefgründigen, aber nicht zu schweren Böden, die der Hopfen braucht und liebt. 

Die Menschen hier sind stolz auf die Tradition des Hopfenanbaus. Und so mancher, der heute „in der Stadt“ einen Büroarbeitsplatz hat, schmückt ihn mit ein paar getrockneten Hopfendolden: Hier sitzt ein „Hallertauer Gewächs“, keine Frage, und wenn man ihn oder sie darauf anspricht, dann werden einem bereitwillig und freudig Geschichten rund ums Hopfenzupfen erzählt und wie das und jenes war in alter Zeit...
Die sanften Hügel, die breiten Täler der Kleinen und der Großen Laaber, der reizvolle Wechsel von Wäldern, Wiesen, Feldern und Hopfengärten – das „Hallertau-Eck“ des Landkreises Landshut ist wie geschaffen, um per Fahrrad entdeckt zu werden, um Natur und Kultur zu erleben, die Freizeit im Einklang mit der Umwelt zu verbringen und Station zu machen an Orten, an denen man den Atem der Geschichte spüren kann. Mehrere überregionale Fernradwege führen durch dieses Gebiet und es finden sich schattige Plätze, die zum Verweilen einladen, urgemütliche bayerische Wirtshäuser und Biergärten.

Die Hallertau  und die Kirche – es waren die Klöster, in denen die Bierkultur über alle die Jahrhunderte gepflegt wurde und wird. Klöster, die nicht wie Oberroning oder Rohr den Vorzug haben, sowieso in der Hallertau zu liegen, hatten oft Besitztümer im Hopfenland. Das Regensburger Kloster St. Emmeram etwa ließ sich im Jahr 1031, wie eine Urkunde belegt, 80 Seidl Bier und 3 Schäffel Hopfen aus Bauernhöfen rund um Neuhausen (Gem. Weihmichl) liefern: Die durstigen Regensburger Mönche haben der Nachwelt damit ihrerseits den ältesten Nachweis von Hopfenanbau im heutigen Landkreis Landshut geliefert.
Sechs Brauereien gab es einst in Pfeffenhausen, eine hat die Stürme der Zeiten und der Konjunktur überstanden – die Pöllinger-Brauerei. Im Landkreis Landshut gibt es heute noch drei Brauereien, in der kreisfreien Stadt Landshut noch zwei. Zwei der „Landkreis-Brauereien“, die Schlossbrauerei Hohenthann und der Pfeffenhausener Pöllinger Bräu, haben ihre Heimstätten mitten in der Hallertau; die dritte, der Wimmer-Bräu, liegt in der Gemeinde Bruckberg, deren Nordhälfte Hopfenanbau-Gebiet ist und in diesem Raum den südlichen Saum der Hallertau markiert.

Weitere Informationen über die Urlaubsregion Hopfenland Hallertau finden Sie unter:

www.hopfenland-hallertau.de

 

 

Erholung in der Hallertau

Großmutter mit Enkelin beim Hopfenzupfen

Radler im Hopfengarten der Halltertau